Triathlon Köln 3,8 - 180 - 42

Triathlon Köln nur zu empfehlen!

Unter besten Voraussetzungen startete am 02. September 2012 unser Teammitglied Christoph Kolckhorst zu seinem ersten Langdistanz Triathlon in Köln.
Nach dem Startschuss fällt alle Anspannung von einem ab. Immer wieder begleitet einen der Gedanke seine Kräfte sparsam und effizient einzusetzen. Der innere Schweinehund lässt einen nicht aufgeben, trotz dass man zwischendurch immer wieder mit seinem Verstand hadert. Während dem Körper alles abverlangt wird, und er nach Pause schreit, stellt sich öfters die Frage, wie Man(n) oder Frau  nur so verrückt sein kann.

Alles läuft soweit gut, nach dem Schwimmen geht es mit unsicheren Gang in Richtung Fahrrad, während der Neoprenanzug unterwegs ausgezogen wird. Schnell die Schuhe und den Helm an. Da ist sie wieder, die Aufregung, Adrenalin und neue Energie durchströmen den Körper. 180 Kilometer Radstrecke warten auf einen, 35 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit sind das Ziel.
Nach gut gefahrenen 100 Kilometern passiert es, ein Plattfuss folgt…erfolgreich repariert geht es nach fünfzehn Minuten Zeitverlust weiter. Glück gehabt! Doch der liebe Gott meint es an diesem Tag nicht gut mit mir, nach einem Schlagloch ist der Schlauch 3 Kilometer vor der nächsten Servicestation wieder platt. Ich bin verzweifelt, will alles hinwerfen. Nach Momenten der Ratlosigkeit kommt der kämpferische Entschluss, jetzt erst Recht…

Ich ziehe die Schuhe aus und laufe barfuss in Richtung Servicestation. Mit schmerzenden Füßen erreiche ich die Station,  Weit und breit ist zunächst niemand da, der mir einen Schlauch besorgen kann, ich warte, verliere Zeit, meine Motivation neigt sich erneut dem Ende. Doch wie nach einem Wunder erhalte ich einen Schlauch von einem Engel. Mit einer weiteren ¾ Stunde Verzögerung geht es nun wieder auf die Piste. Der Schlauch hält. Der liebe Gott möchte doch, dass ich weitermache. Ich nehme mir vor, aus der Anstrengung ein Vergnügen zu machen. Alles wird nun irgendwie leichter, ich beginne Alles mit einem lachenden Auge zu betrachten. Entspannt erreiche ich die Wechselstation zum Marathon. „Laufen was geht“, denke ich und los geht es. Von einem super Publikum wird man drei Runden am Rheinufer förmlich in das Ziel getragen. Glücklich über diesen Tag suche ich die verdiente Dusche…. „Langdistanz“, wir sehen uns wieder!

Christoph Kolckhorst